Wiener Jugendstil - Gustav Klimt, Otto Wagner und die Secession
Kurz vor 1900 kam Bewegung in die Wiener Kunstszene: ein neuer Stil erregte Aufsehen: der Jugendstil. In der von einem konservativen Kaiserhaus und einer ebenso konservativen Kunstszene geprägten Stadt schlossen sich Maler, Bildhauer, bildende Künstler und Architekten unter der Führung von Gustav Klimt zu einer Künstlervereinigung zusammen, die unter dem Motto „der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“ eine Abspaltung vom konservativen Künstlerhaus und eine radikale Neuorientierung aller künstlerischen Belange auf ihre Fahnen schrieb: die Secession. „Ver Sacrum“ wurde nicht nur der Titel ihres Kunstjournals, ein „Heiliger Frühling“ sollte auch die Hoffnung auf eine neue kulturelle Blütezeit zum Ausdruck bringen. Ihr neues Ausstellungsgebäude wurde die von einer goldenen Lorbeerkuppel bekrönte Secession. Hier konnte man endlich frei von jeglicher Zensur moderne Kunst ausstellen, Künstler aus ganz Europa einladen und die Wiener Kunstszene endlich wieder für internationale Trends öffnen.

Unsere Führung beginnt mit einer Einführung in den berühmten Beethovenfries, ein Wandgemälde, das Gustav Klimt für eine Beethoven gewidmete Ausstellung 1902 schuf. Wie Klimt war auch Otto Wagner ein Visionär, er gilt als Urvater einer neuen Sachlichkeit. Drei Schlüsselbauten stehen im Mittelpunkt des weiteren Führungsverlaufs: das „Majolikahaus“ auf der Wienzeile, Otto Wagners Stadtbahnpavillons auf dem Karlsplatz und die Postsparkasse am Stubenring, ein Schlüsselwerk des secessionistischen Jugendstils.
Treffpunkt 1., Friedrichstraße 12, vor der Secession
Termin(e) Für diese Führung gibt es im Moment keine öffentlichen Termine, sie kann aber gerne für eine geschlossene Gruppe gebucht werden.
Achtung
  • Zusätzliche Eintrittsgebühren
  • Bitte beachten Sie, dass wir bei dieser Führung an Öffnungszeiten gebunden sind.
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