Das Rote Wien: Visionäre Architektur zwischen Funktionalismus und Art Deco

Endlich Luft, Licht und Sonne auch für die Arbeiterklasse! Das Ende des Ersten Weltkriegs bedeutet das Ende eines Großreichs. Wien wird "Wasserkopfhauptstadt" eines Kleinstaates. Das Leben ist geprägt von politischer Unsicherheit, Inflation, Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und einer prekären Volksgesundheit. Um Abhilfe zu schaffen, nimmt die sozialdemokratische Stadtverwaltung nach ihrem überwältigenden Sieg in den Gemeinderatswahlen von 1919 ein großangelegtes Reformprogramm in Angriff, das alle Bereiche von Wohnbau über Pädagogik bis Kultur erfasst. Gleichzeitig wird ein vorbildliches System sozialer und gesundheitlicher Versorgung aufgebaut und der Grundstein für einen modernen Sozialstaat gelegt.

Das "Rote Wien" wird zu einem weltweit einzigartigen und international bewunderten politischen Experiment, eine Utopie in demokratischem Rahmen. Neben richtungsweisenden sozialen Einrichtungen entsteht in wenigen Jahren Wohnraum für eine Viertelmillion Menschen. Im Mittelpunkt unserer Führung stehen der Karl-Marx-Hof ("Ein Kilometer Art-Deco") und das multi-funktionale Amalienbad, 1926 die größte und modernste Badeanstalt Mitteleuropas, ein Symbol für eine neue Körperkultur.

Treffpunkt 19., U4 Station Heiligenstadt, vor dem Ausgang "12.-Februar-Platz"
Termin(e) Für diese Führung gibt es im Moment keine öffentlichen Termine, sie kann aber gerne für eine geschlossene Gruppe gebucht werden.
Achtung
  • Zusätzliche Eintrittsgebühren
  • Bitte beachten Sie, dass wir bei dieser Führung an Öffnungszeiten gebunden sind.
  • Ein Fahrschein wird benötigt
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