Das Vermächtnis des Doppeladlers: Spuren der Österreichisch-Ungarischen Monarchie
Als der erst 18jährige Franz Joseph den österreichischen Kaiserthron bestieg, reichte sein Land vom Riesengebirge bis an die Adria, von der Po-Ebene bis an die Grenze des Zarenreichs. 52 Millionen Einwohner mit 20 offiziellen Sprachen und noch viel mehr Dialekten wurden von Wien aus regiert, koordiniert und verwaltet. Mit dem Ende des Ersten Weltkriegs zerbrach die Monarchie, Restösterreich war auf einen Kleinstaat reduziert, er war ein Kopf ohne Glieder.

Auch heute dürfen wir nicht vergessen, wie viele der talentiertesten und bekanntesten „Österreicher“ einst den Weg von den Kronländern nach Wien gefunden haben, hier berühmt wurden und den Ruf Wiens als Zentrum von Kunst, Kultur, Wissenschaft und Forschung in alle Welt hinausgetragen haben. War Mozart Deutscher oder Bertha von Suttner Österreicherin, Billy Wilder Wiener? Der Otto Wagner-Schüler Josef Plecnik stammte aus Laibach, Ignaz Semmelweis und Theodor Hertzl aus Budapest, Adolf Loos aus Brünn und die Ziegelarbeiter am Wienerberg aus Böhmen. Sie alle haben ihre Spuren im Wiener Dialekt und in der Wiener Küche hinterlassen, in der Architektur und in der Vielfalt der Religionen.
Treffpunkt 1., Georg-Coch-Platz, beim Denkmal
Termin(e) Für diese Führung gibt es im Moment keine öffentlichen Termine, sie kann aber gerne für eine geschlossene Gruppe gebucht werden.
Achtung
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